Ein Leihmuttervertrag ist sittenwidrig

Diese Sittenwidrigkeit ergibt sich aus der Wertung des Embryonenschutzgesetzes (ESchG). Es ist als sittlich verwerflich anzusehen, dass das gewünschte Kind mit dem Leihmuttervertrag zum Gegenstand eines Geschäfts gemacht und daher zu einer Ware herabgewürdigt wird. Ob die Zahlung eines Geldbetrags lediglich eine Aufwandsentschädigung darstellt oder eine Belohnung kann dahinstehen, da jedenfalls die Leihmutter Geld für die Geburt erhält. Derartige Geschäfte widersprechen den moralischen Anschauungen in Deutschland.

AG Hamm, Beschl. v. 22.02.2011 - XVI 192/08