Hund ist ein Haushaltsgegenstand



Das Oberlandesgericht Zweibrücken (2 UF 230/97) hat entschieden, dass der Hund als Haushaltsgegenstand im Sinne des § 1361a BGB gesehen wird und der gemeinsame Hund regelmäßig bei dem in der Ehewohnung verbleibenden Ehegatten verbleibt.

Die Ehefrau zog aus der gemeinsamen Wohnung aus und verlangte die Herausgabe des gemeinsamen Hundes. Der in der Ehewohnung verbleibende Ehemann weigerte sich jedoch, so dass der Fall vor Gericht kam.

Das Oberlandesgericht Zweibrücken entschied gegen die Ehefrau. Ihr habe kein Anspruch auf Herausgabe des Hundes zugestanden. Denn es habe gemäß § 1361 a Abs. 2 BGB der Billigkeit entsprochen, den Hund beim in der Ehewohnung weiter lebenden Ehemann zu belassen. Dies sei für den Hund die vertraute und damit geeignete Umgebung gewesen.

Nach Auffassung des Oberlandesgerichts können zum Haushaltsgegenstand bzw. Hausrat auch Haustiere gehören. Zumindest können die den Hausrat betreffenden Vorschriften und somit auch § 1361 a BGB entsprechend anwendbar sein.