Scheidung - Kosten sparen

 

Möglichkeiten der Kostensenkung

Sie sind Geringverdiener und haben aber trotzdem keinen Anspruch auf Verfahrenskostenhilfe (Prozesskostenhilfe)? Dann kann es sehr hilfreich sein, sich mit den Möglichkeiten der Kostensenkung auseinander zu setzen. Wir versprechen Ihnen diese im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten so gut wie nur möglich, zu Ihrem Vorteil zu nutzen.

Einvernehmliche Scheidung

Die wichtigste Voraussetzung für eine kostengünstige Scheidung ist die Bereitschaft beider Ehepartner miteinander zu kooperieren. Wird das Scheidungsverfahren einvernehmlich geführt, wird nur ein Anwalt benötigt. So können Sie und Ihr Ehegatte zusammen 50% der bei der Beauftragung von zwei Anwälten üblichen Anwaltskosten sparen. Nur derjenige, der den Scheidungsantrag stellt und in dem Scheidungsverfahren weitere Anträge stellen möchte, muss anwaltlich vertreten sein. Der jeweils Andere kann einfach nur der Scheidung zustimmen.

Außergerichtliche Einigung

Werden die Vermögensauseinandersetzung, Unterhaltsansprüche und Kindschaftsachen zum Gegenstand des Scheidungsverfahrens gemacht, zieht sich dieses nicht nur unnötig in die Länge, sondern kostet auch noch zusätzlich mehr Geld. Wir empfehlen Ihnen diese Fragen nach Möglichkeit außergerichtlich zu klären.  In einer außergerichtlichen, notariellen Scheidungsfolgevereinbarung, können Sie fast alle rechtlich relevanten Absprachen bezüglich Ihrer Ehescheidung festlegen. Diesbezüglich beraten wir Sie gerne umfassend. Unteranderem lässt sich z.B. auch ein Titel über die Verpflichtung zur Kinderunterhaltszahlung kostenlos vom Jugendamt erstellen.

Niedriger Gegenstandswert - bis zu 30% Reduzierung möglich

Der Gegenstandwert beruht u.a. auf Ihrem durchschnittlichen Nettoeinkommen und bezeichnet einen theoretischen Wert, der als Grundlage für die Berechnung der Gerichts- und Anwaltskosten dient. Das heißt, je höher dieser Gegenstands- oder auch Streitwert ausfällt, desto höher werden die gesamten Kosten des Scheidungsverfahrens. Wir versuchen den Gegenstandswert so gering wie nur möglich zu halten und setzen uns für Sie ein, diesen bei Gericht um bis zu 30% zu reduzieren. Die Gerichte haben die Möglichkeit den Gegenstandswert nach eigenem Ermessen zu reduzieren, wenn z.B. die Scheidung einfach ist und das Scheidungsverfahren dementsprechend auch für das Gericht mit geringem Arbeits- und Zeitaufwand verbunden ist. Wir regen daher bereits im Scheidungsantrag an, den Gegenstandswert in diesen Fällen um 30% zu mindern und für jedes unterhaltspflichtige Kind 250,- Euro in Abzug zu bringen.

Kostenlose Scheidung

Besitzen Sie nur ein geringes oder kein Einkommen und kein nennenswertes Vermögen, beantragen wir für Sie Verfahrenskostenhilfe (Prozesskostenhilfe). Wird Ihnen diese nach Prüfung des Gerichts gestattet, werden Ihre gesamten Scheidungskosten vom Staat übernommen oder Sie können diese in zinslosen Raten abzahlen.